Riester-Rente

Zulagen und Sonderausgabenabzug

Die Förderung von Riester-Verträgen erfolgt über Zulagen sowie durch die Möglichkeit, Beiträge als Sonderausgaben geltend zu machen. Die Grundzulage beträgt 175 Euro pro Person und die Kinderzulage 185 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind. Für seit dem 1. Januar 2008 geborene Kinder werden sogar 300 Euro als Zulage gezahlt. Sparer unter 25 Jahren erhalten einmalig 200 Euro Berufseinsteigerbonus.

Zulagen werden jedoch nur in voller Höhe fällig, wenn der Riester-Sparer den Mindesteigenbeitrag aufwendet. Das sind vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres abzüglich der staatlichen Zulagen. Möchte man mehr in seinen Vertrag einzahlen („Überzahlung“), so ist dies auch möglich. Allerdings wird die staatliche Förderung auf 2.100 Euro abzüglich der Zulagen begrenzt. Liegt keine andere Verfügung vor, werden die Kinderzulagen dem Vertrag der Mutter gutgeschrieben.

Zulagen werden mit dem "Dauerzulagenantrag" beantragt. Liegt der vor, kümmert sich der Anbieter (Bank, Versicherer) um den jährlichen Antrag. Der Kunde muss diesen dann nur über Änderungen informieren, die Auswirkungen auf die Höhe der Zulagen haben (zum Beispiel Geburt eines Kindes oder Änderung des Einkommens).

Beispiel Mindesteigenbeitrag

Für eine alleinverdienende Mutter mit einem Kind und einem Vorjahres-Brutto-Gehalt von 25.000 Euro ergibt sich der folgende Mindesteigenbeitrag:

 

Euro

4 Prozent von 25.000 Euro

1.000

abzüglich Grundzulage

175

abzüglich Kinderzulage (Kind nach 2007 geboren)

300

zu zahlender Mindesteigenbeitrag (im Jahr)

525

Zahlt die Versicherte weniger, erhält sie die Zulagen nur anteilig.

Der Steuerabzug rechnet sich insbesondere für Gutverdiener. Bei der Steuererklärung prüft das Finanzamt, ob die Riester-Zulage oder der Sonderausgabenabzug für den Steuerzahler vorteilhafter ist.

Steuern auf Renten im Alter

Leistungen aus Riester-Verträgen werden in voller Höhe versteuert, wenn die Beiträge gefördert wurden. Das gilt auch für den Vorsorgevertrag eines Ehepartners, der nicht unmittelbar förderberechtigt ist. Renten aus einem nicht geförderten Vertrag, zum Beispiel weil der Versicherte nicht förderberechtigt ist oder Leistungen aus Überzahlungen, werden mit dem Ertragsanteil besteuert.

Unser Tipp: Lassen Sie sich ihre Förderung individuell berechnen. Als Ihr Versicherungs- und Finanzexperte beraten wir Sie gern.